Tag 17

Unser heutiges Tagesziel das Kloster Voroneț. Auf dem Weg dahin fuhren wir in der Ortschaft Botos an einer wunderschönen Holzkirche vorbei. 

Das Kloster Voroneț ist eines der berühmtesten rumänisch-orthodoxen Klöster in der historischen Region Bukowina (im Nordosten Rumäniens) und gehört seit 1993 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Aufgrund seiner spektakulären Außenfresken wird es oft als die „Sistinisches Kapelle des Ostens“ bezeichnet. Gebaut wurde die Kirche 1488 auf Veranlassung von Stefan dem Großen (Ștefan cel Mare), Fürst der Moldau, nach einem Sieg über die Osmanen. Die Errichtung dauerte nur knapp vier Monate. Beim Lauschen einer zufällig anwesenden deutschen Reisegruppe, erfuhren wir vom Fremdenführer, dass die verblichenen Farben nur sehr schwer wieder zu reproduzieren sind. Der Grund ist deren Analyse in der Zusammensetzung der Farben.

Unweit vom Kloster befindet sich in Vama das einzigartige „Eiermuseum“. Es beherbergt die weltweit größte und bedeutendste Sammlung von verzierte und bemalte Eiern. Das Museum stellt über 18.000 Eier aus. Rund die Hälfte davon stammt aus der Bukowina, die andere Hälfte umfasst Stücke aus über 80 Ländern weltweit.
Die Künstlerin dahinter: Die Sammlung geht auf die lokale Künstlerin Letiția Orșivschi zurück, die selbst Meisterin der traditionellen Eierbemalung ist und Stücke aus der ganzen Welt zusammengetragen hat.